Dachdecker & Abdichtungstechnik Profi-Ausrüstung für Dach & Fassade
Was braucht ein Dachdecker an Ausrüstung? Professionelle Dachdeckerarbeit erfordert zuverlässige Sicherheitsschuhe mit durchtrittsicherem Sohlenschutz, wetterfeste Arbeitskleidung, einen Schutzhelm sowie hochwertige Werkzeuge für Eindeckung, Abdichtung und Dämmung. Von der Steildachsanierung über Flachdachabdichtungen bis zur energetischen Dachsanierung: Die richtige Ausrüstung entscheidet über Sicherheit, Effizienz und Langlebigkeit. Hier findest du alles für den professionellen Dachdecker-Einsatz.
Wächter des Hauses – Wenn das Dach hält, hält alles
Unsere wiederkehrende Marken-Figur rund ums Dach – Ausrüstung, Praxis-Tipps und ein Auge für Sicherheit in der Höhe.
Zoran ist der „Wächter des Hauses“ – die Figur, mit der wir die Welt der Dachdecker bei GenXtreme greifbar machen. Das Thema: Wenn das Dach nicht hält, ist alles darunter wertlos. Von der klassischen Schieferdeckung bis zur modernen High-Tech-Abdichtung – das Dach ist die „fünfte Fassade“, die heute mehr können muss als nur trocken halten: Energie gewinnen und dämmen. Das passende Wissen und die Ausrüstung dazu bündeln wir hier für dich.
Zoran ist eine KI-generierte Figur von GenXtreme. Fachliche und sicherheitsrelevante Inhalte verantwortet die GenXtreme-Redaktion.


„Ein Haus beginnt beim Dach. Wenn wir unsere Arbeit gut machen, merken die Leute das erst in dreißig Jahren – weil immer noch alles trocken ist. Das ist Nachhaltigkeit.“





Norm-Wissen für Dachdecker: Absturzschutz richtig verstehen
Auf dem Dach ist die Absturzsicherung die wichtigste persönliche Schutzausrüstung. Die zentralen Normen – kurz erklärt:
EN 363 / EN 361 – Schutz gegen Absturz (PSAgA)
EN 363 beschreibt das gesamte Auffangsystem, EN 361 die Auffanggurt-Komponente. Wichtig: Ein reines Halte-/Positioniersystem (EN 358) fängt einen Sturz nicht auf – auf dem Dach brauchst du ein vollständiges Auffangsystem nach EN 363.
EN 397 vs. EN 12492 – der richtige Helm
Der Industriehelm (EN 397) hat einen Kinnriemen, der bei 150–250 N bewusst öffnet. Für Arbeiten am Seil und in der Höhe brauchst du einen Helm nach EN 12492, dessen Kinnriemen ≥ 500 N hält und nicht abreißt.
EN ISO 20345:2022 – Sicherheitsschuhe
Auf dem Dach bewährt: Klasse S3 (Durchtrittschutz + wasserabweisend) bzw. S7 (zusätzlich wasserdicht, neue Klasse seit 2022). Die Rutschhemmung „SR" ist seit der Revision 2022 Grundanforderung.
Norm-Angaben nach bestem Stand; im Zweifel die aktuelle Fassung (DIN/Beuth) prüfen. Fachliche Verantwortung: GenXtreme-Redaktion.

Ein Dachdecker lässt nichts halbfertig
Den ganzen Tag hoch oben – Wind, Kälte, schweres Material. Doch wenn der Feierabend ruft, gibt es nur eine Richtung: ab zum Platz. Mit dem Kleinen an der Seite, Schal umgehängt, Blick aufs Spielfeld. Kein Dach der Welt hält ihn davon ab. Das hier ist sein zweites Handwerk – Fan sein, Vater sein, einfach da sein.
Häufige Fragen zur Dachdeckerei & Ausrüstung
Als Dachdecker benötigst du eine vollständige persönliche Schutzausrüstung (PSA): Sicherheitsschuhe der Klasse S3 mit rutschfester Sohle und Durchtrittsicherheit, einen Schutzhelm mit Kinnriemen, Absturzsicherung (Auffanggurt mit Verbindungsmittel), wetterfeste Arbeitskleidung sowie Handschuhe. Bei Bitumenarbeiten kommen zusätzlich Atemschutzmasken und hitzeresistente Handschuhe zum Einsatz. Die Anforderungen richten sich nach der DGUV Vorschrift 38.
Eine energetische Dachsanierung umfasst die nachträgliche Dämmung des Daches mit modernen Dämmstoffen wie Mineralwolle, PUR-Hartschaum oder Holzfaserplatten. Sie lohnt sich besonders bei Altbauten mit ungedämmtem Dach, da bis zu 30 Prozent der Heizenergie über das Dach verloren gehen. Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist eine Dämmung bei Dachsanierungen oft sogar Pflicht. Förderungen gibt es über die KfW und BAFA.
Für Flachdächer kommen drei Hauptmaterialien zum Einsatz: Bitumenbahnen (bewährt, preiswert, verschweißbar), EPDM-Kautschukbahnen (hochelastisch, UV-beständig, langlebig) und PVC-Kunststoffbahnen (leicht, schnell verlegbar). Die Wahl hängt von Nutzung, Untergrund und Budget ab. Bitumen eignet sich besonders für Industrie- und Gewerbebauten, EPDM für Gründächer und PVC für einfache Flachdachkonstruktionen.
Typische Frühwarnzeichen für Dachschäden sind: Feuchte Flecken oder Schimmel an der Decke, verschobene oder gebrochene Dachziegel, verstopfte oder beschädigte Dachrinnen, Moosbewuchs und abblätternde Farbe an der Dachuntersicht. Regelmäßige Dachbegehungen im Frühjahr und Herbst sind empfehlenswert. Bei Flachdächern sollte man nach Blasenbildung, Rissen und stehender Nässe Ausschau halten.
Steildächer (ab 7 Grad Neigung) werden mit Dachziegeln, Dachsteinen oder Schiefer eingedeckt und benötigen eine Lattung als Unterkonstruktion. Flachdächer (bis 5 Grad) werden mit Abdichtungsbahnen aus Bitumen, EPDM oder PVC abgedichtet und erfordern ein Gefälle zur Entwässerung. Die Arbeitssicherheit unterscheidet sich ebenfalls: Steildacharbeiten erfordern spezielle Dachgerüste und Absturzsicherungen, Flachdacharbeiten Seitenschutz oder Attikahöhe.
Naturschiefer ist eines der langlebigsten Dachmaterialien mit einer Lebensdauer von über 100 Jahren. Er ist frostbeständig, feuerfest, säureresistent und vollständig recyclebar. Schieferdeckung erfordert hohe Handwerkskunst: Jeder Stein wird von Hand zugerichtet und genagelt. Im Denkmalschutz ist Naturschiefer oft vorgeschrieben. Bekannte Deckarten sind die altdeutsche Deckung, die wilde Deckung und die Rechteck-Doppeldeckung.
Auf dem Dach ist ein vollständiges Auffangsystem nach EN 363 Pflicht: Auffanggurt (EN 361), Verbindungsmittel mit Falldämpfer und ein geeigneter Anschlagpunkt. Ein reines Halte-/Positioniersystem (EN 358) reicht NICHT, weil es einen Sturz nicht auffängt. Die Auswahl richtet sich nach der Gefährdungsbeurteilung (DGUV).
EN 363 beschreibt das gesamte Auffangsystem gegen Absturz, EN 361 nur die Auffanggurt-Komponente darin. Kurz: EN 361 ist der Gurt, EN 363 das komplette System aus Gurt, Verbindungsmittel und Anschlagpunkt.
Für normale Dacharbeit genügt ein Industriehelm nach EN 397 (Kinnriemen öffnet bei 150–250 N). Für Arbeiten am Seil und bei Absturzgefahr ist ein Helm nach EN 12492 richtig, dessen Kinnriemen ≥ 500 N hält.
Dachdecker-Dashboard – Aktuelle Lage auf einen Blick
Dachdecker-Praxis Dashboard
Dach-Wetter · Sturmwarnung · Tipp der Woche · Saisonkalender
Dach-Wetter & Windindex
Dacharbeiten-Ampel (Arbeitssicherheit)
Zoran’s Tipp der Woche – 52 Wochen Dachdecker-Wissen
Saisonkalender Dach: Maßnahmen Jan bis Dez
Tägliche Sicherheits-Checkliste für Dacharbeiten
🛠️ Vor Arbeitsbeginn prüfen
Dachdecker-Praxiswissen: Saisonkalender, Tipps & Sicherheits-Checkliste
Saisonkalender Dach – Maßnahmen Januar bis Dezember
Welche Dacharbeiten in welchem Monat anstehen – das ganze Jahr im Überblick:
Januar
- Schneelast kontrollieren – Flachdächer auf Schneelast prüfen. Ab 100 kg/m² Räumung einleiten.
- Werkzeug-Wartung – Schieferhammer, Schweissgeräte und Blechscheren warten und schärfen.
- Jahresplanung erstellen – Aufträge planen, Förderanträge (KfW/BAFA) vorbereiten, Material bestellen.
- Frostschäden dokumentieren – Frost-Tau-Wechsel verursachen Ziegelschäden. Exponierte Flächen kontrollieren.
Februar
- Dachrinnen prüfen – Eisstau und Tauwasser können Rinnen verformen. Gefälle und Dichtigkeit prüfen.
- PSA-Inspektion – Auffanggurte, Helme und Handschuhe auf Verschleiß prüfen und erneuern.
- Material früh bestellen – Dämmstoffe und Abdichtungsbahnen jetzt ordern. Lieferzeiten im Frühjahr steigen.
- Weiterbildung planen – Kurse für Energieberatung, Solarmontage oder Gründach-Zertifizierung buchen.
März
- Dachinspektion nach Winter – Erste Dachbegehung: Sturmschäden, lose Ziegel und Entwässerung prüfen.
- Sanierungsprojekte starten – Beginn der Steildach-Saison. Gerüste aufbauen, Material bereitstellen.
- Märzsturm-Schäden beheben – Provisorische Abdichtung, dann fachgerechte Reparatur. Für Versicherung dokumentieren.
- Gründach: Frühjahrs-Pflege – Substrat kontrollieren, Fremdbewuchs entfernen, Entwässerung freihalten.
April
- Hochsaison Steildach – Ideale Bedingungen für Neueindeckung und Sanierung. Vollen Terminkalender nutzen.
- Bitumenarbeiten starten – Temperaturen über 5°C: Jetzt Flachdachabdichtungen mit Bitumen verschweißen.
- Dachfenster einbauen – Trockenperioden nutzen für Dachfenster-Einbau. Dampfbremsen-Anschluss beachten.
- UV-Schutz beachten – Sonnenschutz auf dem Dach wird wichtig. Langarm-Shirts und LSF 50+ verwenden.
Mai
- Blitzschutz-Saison – Bei Neueindeckung Blitzschutzanlage integrieren. Abstimmung mit Elektriker.
- Gründach-Bepflanzung – Extensivbegrünungen jetzt anlegen. Sedum-Matten verlegen und wässern.
- Solaranlagen montieren – Beste Jahreszeit für Solarmontage. Dachzustand und Tragfähigkeit vorher prüfen.
- Aufmaße erstellen – Neue Projekte aufmaßen und kalkulieren. Drohne für schwer zugängliche Dächer nutzen.
Juni
- Hitzeschutz auf dem Dach – Ab 25°C früh beginnen, längere Mittagspause. 3-4 Liter Wasser pro Person.
- Flachdach-Kontrolle – Blasenbildung in der Abdichtung suchen. Hinweis auf eingeschlossene Feuchtigkeit.
- Dachgauben prüfen – Gauben und Kehlen sind Schwachstellen. Zinkbleche und Anschlussbänder kontrollieren.
- Gründach wässern – Bei Trockenheit Extensivbegrünungen wässern. Entwässerungspunkte freihalten.
Juli
- Hochsaison Flachdach – Ideale Temperaturen für EPDM- und PVC-Verarbeitung. Kleber lüftet schnell ab.
- Brandschutz bei Bitumen – Feuerlöscher griffbereit. Schweißtemperatur bei Hitze reduzieren. Brandwache stellen.
- Metalldach-Arbeiten – Stehfalzdächer aus Zink oder Kupfer eindecken. Wärmedehnungsfugen beachten.
- Starkregen-Vorsorge – Notüberläufe auf Flachdächern prüfen. Entwässerung dimensionieren.
August
- Denkmalschutz-Projekte – Sommermonate für Schieferdeckung nutzen. Naturschiefer braucht trockene Verlegung.
- Herbst-Projekte planen – Material für Herbstsaison bestellen. Personal und Gerüste reservieren.
- Wärmeschutz-Check – Thermografie-Aufnahmen für Bestandskunden anbieten. Energieberatung als Upselling.
- Schornsteine inspizieren',text:'Bleieinfassungen auf Risse und Korrosion prüfen. EPDM-Manschetten empfehlen. – Bleieinfassungen auf Risse und Korrosion prüfen. EPDM-Manschetten empfehlen.
September
- Sturmklammern nachrüsten – Vor der Sturmsaison: Ortgang, First und Traufe mit Sturmklammern sichern.
- Dachrinnen reinigen – Herbstlaub verstopft Rinnen schnell. Laubschutzgitter installieren.
- Absturzsicherung prüfen – Vor Herbststürmen alle Sicherungssysteme auf Funktion testen.
- Notmaterial bevorraten – Ersatzziegel, Planen, Bitumen-Kaltkleber und Sturmklammern einlagern.
Oktober
- Sturmbereitschaft herstellen – Notfall-Protokoll aktualisieren. Bereitschaftsdienst organisieren.
- Dachinspektion Herbst – Zweite Jahres-Begehung: Alle Anschlüsse, Durchdringungen und Kehlen prüfen.
- Gründach winterfest machen – Substrathöhe prüfen, Entwässerung freihalten, Pflanzen zurückschneiden.
- Schneefangssysteme prüfen – Schneefanggitter und -balken auf festen Sitz kontrollieren.
November
- Winterfestmachung – Flachdächer: Entwässerung freimachen, Risse abdichten, Notüberläufe testen.
- Letzte Sanierungen abschließen – Offene Projekte vor dem Frost fertigstellen. Provisorien winterfest sichern.
- Dokumentation vervollständigen – Alle Aufmaße, Fotos und Abnahmen für die Jahresabrechnung zusammenstellen.
- Geräte einwintern – Schweissgeräte, Blechscheren und Bohrmaschinen reinigen und trocken lagern.
Dezember
- Schneelast überwachen – Bei starkem Schneefall Flachdächer kontrollieren. Räumungsbereitschaft sicherstellen.
- Notdienst organisieren – Bereitschaftsplan für Feiertage erstellen. Sturmschäden warten nicht.
- Jahresabschluss – Bilanz ziehen, Fördernachweise einreichen, Weiterbildung fürs neue Jahr planen.
- Werkstatt aufräumen – Werkzeug inventarisieren, Ersatzteile bestellen, Material für Q1 sichern.
52 Wochen Dachdecker-Wissen – Praxis-Tipps von unserer Figur Zoran
- KW 1: Dachrinnen-Check nach Silvester – Feuerwerksrückstände und Laub können Dachrinnen verstopfen. Jetzt prüfen und reinigen, bevor Tauwasser zu Rückstau führt.
- KW 2: Schneelast kontrollieren – Bei anhaltendem Schneefall die Schneelast auf Flachdächern prüfen. Ab 100 kg/m² wird es bei vielen Konstruktionen kritisch. Im Zweifel räumen.
- KW 3: Frostschäden an Ziegeln erkennen – Frost-Tau-Wechsel sprengen porose Ziegel. Kontrolliere exponierte Dachflächen auf Risse und Abplatzungen. Kaputte Ziegel jetzt markieren.
- KW 4: Werkzeugpflege in der Winterpause – Nutze ruhigere Tage für Werkzeugpflege: Schieferhammer schärfen, Haubretter prüfen, Handnahtschweissgerät warten.
- KW 5: PSA-Wintercheck – Kontrolliere deine Persönliche Schutzausrüstung: Auffanggurte auf Verschleiß prüfen, Handschuhe auf Risse checken, Helmpolster erneuern.
- KW 6: Bitumen-Lagerung bei Kälte – Bitumenbahnen bei Frost nicht knicken! Kalt gelagerte Bahnen mindestens 24 Stunden bei Raumtemperatur aufwärmen, bevor du sie verarbeitest.
- KW 7: Eisbildung an Traufen – Eiszapfen an der Traufe deuten auf Wärmebrücken hin. Dokumentiere die Stellen für spätere Dämmarbeiten und warne Passanten.
- KW 8: Frühjahrsvorbereitung: Material bestellen – Bestelle Dämmstoffe und Abdichtungsmaterialien rechtzeitig. Lieferzeiten im Frühjahr sind oft lang. Jetzt planen spart später Wartezeit.
- KW 9: Dachinspektion nach dem Winter – Erste Dachbegehung des Jahres: Sturmschäden, lose Ziegel, verstopfte Entwässerung und Zustand der Dachdurchdringungen prüfen.
- KW 10: Lattung und Konterlattung prüfen – Bei Sanierungsprojekten immer die Holzfeuchte der Lattung messen. Werte über 20% deuten auf Feuchtigkeitsschäden hin.
- KW 11: Absturzsicherung erneuern – Beginn der Steildach-Saison: Alle Anschlagpunkte, Sicherungsseile und Fangnetze auf Funktion und Zertifizierung prüfen. TÜV-Plaketten beachten.
- KW 12: Dämmstoffwahl: Zwischensparrendämmung – Mineralwolle oder Holzfaser? Mineralwolle ist günstiger und nicht brennbar (A1). Holzfaser bietet besseren sommerlichen Wärmeschutz. Beide erfüllen GEG-Anforderungen.
- KW 13: Dampfbremse richtig verkleben – Die Dampfbremse ist das Herzstück der Dämmung. Verwende systemkompatible Klebebänder und achte auf mindestens 10 cm Überlappung. Durchdringungen sorgfältig abkleben.
- KW 14: Dachfenster-Einbau vorbereiten – Dachfenster immer mit Eindeckrahmen des Herstellers einbauen. Der Anschluss an Unterspannbahn und Dampfbremse ist der kritischste Punkt für die Dichtigkeit.
- KW 15: Frühjahrs-Sturmschäden beheben – Märzstürme hinterlassen oft Schäden. Priorität: Erst provisorische Abdichtung, dann fachgerechte Reparatur. Sturmschäden für die Versicherung dokumentieren.
- KW 16: Unterspannbahn: Qualität zählt – Billige Unterspannbahnen altern schnell und werden undicht. Investiere in Bahnen mit hoher Wassersäule (> 1500 mm) und UV-Beständigkeit für offene Einbauzeiten.
- KW 17: Schornstein-Einfassungen kontrollieren – Bleieinfassungen am Schornstein sind häufige Schwachstellen. Prüfe auf Risse, Ablösung und Korrosion. Zink- oder Kupfereinfassungen sind langlebiger als Blei.
- KW 18: Dachentwässerung reinigen – Frühjahrsreinigung der Dachrinnen und Fallrohre. Entferne Laub, Moos und Sedimente. Prüfe das Gefälle – Pfuetzenbildung in Rinnen führt zu Korrosion.
- KW 19: Solaranlage: Dach-Eignung prüfen – Vor der Solarinstallation: Tragfähigkeit prüfen, Dachzustand bewerten, Ausrichtung und Verschattung analysieren. Ein kaputtes Dach gehört vor den Modulen saniert.
- KW 20: EPDM-Verarbeitung bei warmem Wetter – EPDM-Bahnen bei Temperaturen über 5°C verarbeiten. Kontaktkleber bei direkter Sonne schnell ablüften – Arbeitstempo anpassen. Primer gleichmäßig auftragen.
- KW 21: Blitzschutz auf dem Dach – Bei Neueindeckung Blitzschutzanlage mitdenken. Ableitungen müssen fachgerecht über Dachdurchdringungen geführt werden. Abstimmung mit dem Elektriker ist Pflicht.
- KW 22: Hitzeschutz auf der Baustelle – Ab 25°C auf dem Dach wird es gefährlich. Früh anfangen, Mittagspause verlängern, ausreichend trinken (3-4 Liter). UV-Schutzkleidung und Sonnencreme nicht vergessen.
- KW 23: Bitumen-Schweißen bei Hitze – Bei hohen Temperaturen wird Bitumen weich. Schweißtemperatur reduzieren und Bahnen nicht zu lange erhitzen. Brandschutz: Feuerlöscher griffbereit haben.
- KW 24: Gründach-Pflege im Sommer – Extensivbegrünungen bei Trockenheit wässern. Kontrollpunkte: Entwässerung frei? Fremdbewuchs entfernen? Substratschicht ausreichend? Dachrandabschluss intakt?
- KW 25: Dachziegel vs. Dachsteine – Tondachziegel sind leichter und dampfdiffusionsoffen. Betondachsteine sind günstiger und frostbeständiger. Bei Denkmalschutz ist der Originalziegel oft vorgeschrieben.
- KW 26: Sommerlicher Wärmeschutz – Aufsparrendämmung schützt am besten vor Sommerhitze. Holzfaserdämmplatten haben eine hohe Wärmespeicherkapazität und verzögern den Wärmeeintritt um bis zu 12 Stunden.
- KW 27: Gratziegel fachgerecht verlegen – Gratziegel auf Mörtel oder mit Trockengrat-System? Trockengrat ist flexibler bei Temperaturschwankungen und langlebiger. Mörtelgrate reissen bei Bewegungen.
- KW 28: Flachdach-Kontrolle im Hochsommer – Prüfe Flachdächer auf Blasenbildung in der Abdichtung – ein Zeichen für eingeschlossene Feuchtigkeit. Nicht aufschneiden, sondern fachgerecht sanieren.
- KW 29: Gaube und Kehle: Schwachstellen-Check – Dachgauben und Kehlen sind die anfälligsten Stellen am Dach. Kontrolliere Zinkbleche auf Korrosion, Anschlussbänder auf Ablösung und Fugen auf Risse.
- KW 30: Arbeitsschutz: UV-Strahlung – Die UV-Belastung auf dem Dach ist bis zu 50% höher als am Boden. Langarm-Shirts, Nackenschutz am Helm und regelmäßiges Eincremen (LSF 50+) sind Pflicht.
- KW 31: PVC-Bahn oder Bitumen? Entscheidungshilfe – PVC-Bahnen sind leichter und schneller verlegbar. Bitumen ist langlebiger und mechanisch belastbarer. Für begehbare Flachdächer ist Bitumen meist die bessere Wahl.
- KW 32: Firstziegel richtig setzen – Firstziegel immer gegen die Hauptwindrichtung decken. Trockenfirst-Systeme bieten bessere Lüftung und sind wartungsärmer als Mörtelfirste. Klammerung nicht vergessen.
- KW 33: Dachrandabschluss: Attika oder Ortgang – Der Dachrandabschluss muss Wind und Wasser abhalten. Atikaabdeckungen müssen ein Gefälle nach innen haben. Ortgangbleche mindestens 5 cm über die Kante führen.
- KW 34: Vorbereitung Herbst-Saison – Bestelle Material für Herbstprojekte: Dachziegel, Rinnenersatzteile, Abdichtungsbahnen. Prüfe Gerüstverträge und plane Personal für die Sturmsaison ein.
- KW 35: Sturmklammern nachrüsten – Vor der Sturmsaison Sturmklammern an exponiertem Stellen nachrüsten: Ortgang, First, Traufe und besonders windbelastete Flächen. Die Windlastnorm DIN 1055-4 gibt Auskunft.
- KW 36: Dachrinnengröße richtig dimensionieren – Eine zu kleine Dachrinne läuft über und schädigt die Fassade. Berechnung: Dachfläche x Abflussbeiwert x Regenspende der Region. Im Zweifel eine Nummer größer wählen.
- KW 37: Herbststurm-Checkliste – Vor Oktober: Alle Ziegeleindeckungen auf lockere Stellen prüfen. Dachrinnen frei räumen. Flachdächer auf stehende Nässe kontrollieren. Notreparatur-Material bereithalten.
- KW 38: Laubschutz für Dachrinnen – Laubschutzgitter oder -bürsten verhindern Verstopfung im Herbst. Gitter sind effektiver, Bürsten leichter nachzurüsten. In Waldgebieten sind Gitter Pflicht.
- KW 39: Dachstuhl-Check bei Holzdächern – Kontrolliere den Dachstuhl auf Schädlingsbefall (Holzbock, Hausbock). Verdächtige Ausfluglöcher und feines Bohrmehl sind Warnsignale. Statik-Prüfung bei Tragbalken.
- KW 40: Energieberatung als Zusatzgeschäft – Dachdecker mit Energieberater-Qualifikation können ganzheitlich beraten. Die KfW und BAFA fördern Energieberatungen – ein starkes Verkaufsargument für Dachsanierungen.
- KW 41: Metalldach: Stehfalz richtig ausführen – Stehfalzdächer brauchen präzise Falzhöhen (mind. 25 mm) und ausreichende Wärmedehnungsfugen. Zink dehnt sich bei 100°C Temperaturdifferenz um 2,2 mm pro Meter.
- KW 42: Herbststürme: Notfall-Protokoll – Erstelle ein Sturmprotokoll: Notfallnummern, Materialvorräte, Einsatzpläne. Nach Sturm zuerst Sicherheit prüfen, dann dokumentieren, dann reparieren. Nie allein aufs beschädigte Dach.
- KW 43: Dampfsperre vs. Dampfbremse – Dampfsperre (sd > 100 m) verhindert Feuchtigkeit komplett. Dampfbremse (sd 2-5 m) lässt kontrollierte Diffusion zu. Für Altbausanierungen ist die Dampfbremse meist die bessere Wahl.
- KW 44: Dachziegel reinigen: wann und wie? – Hochdruckreiniger beschädigen die Ziegeloberfläche! Moos mit Kupferband präventiv bekämpfen. Bei starkem Bewuchs: Biozidfrei mit Niedrigdruck und weicher Bürste arbeiten.
- KW 45: Winterfestmachung von Flachdächern – Vor dem Winter: Entwässerung freihalten, Notüberläufe prüfen, Dachhaut auf Risse kontrollieren. Stehende Pfützen im Winter frieren und sprengen die Abdichtung.
- KW 46: Gerüst-Sicherheit im Herbst – Wind und nasses Laub machen Gerüste gefährlich. Belagflächen rutschfest halten, Netze kontrollieren, Verankerungen prüfen. Ab Windstärke 6: Gerüst räumen!
- KW 47: Dachdurchdringungen abdichten – Lüftungsrohre, Antennenmasten und Kamine: Jede Durchdringung ist ein potenzielles Leck. EPDM-Manschetten oder Bleiplatten verwenden. Silikon ist keine Dauerlösung.
- KW 48: Jahresabrechnung vorbereiten – Dokumentiere alle Projekte sauber: Vorher-Nachher-Fotos, Materiallisten, Aufmaße. Gute Dokumentation erleichtert die Abrechnung und dient als Referenz für Neukunden.
- KW 49: Frostschutz für Baustellen – Frisch verlegter Mörtel darf nicht einfrieren! Abdecken mit Thermomatten oder Baustellen-Beheizung einplanen. Frostschutzmittel im Mörtel sind Notlösungen, kein Standard.
- KW 50: Schneefangssysteme kontrollieren – Schneefanggitter und Schneefangbalken vor dem Winter auf festen Sitz prüfen. In schneereichen Regionen ist die Nachrüstung gesetzlich vorgeschrieben (Landesbauordnungen).
- KW 51: Notdienst-Organisation für Feiertage – Organisiere einen Bereitschaftsdienst über die Feiertage. Sturmschäden warten nicht. Notreparatur-Set bereitlegen: Planen, Sturmklammern, Bitumen-Kaltkleber, Ersatzziegel.
- KW 52: Rückblick und Vorsätze – Jahresende: Welche Projekte liefen gut, was kann besser werden? Weiterbildung planen: Energieberatung, Solartechnik, Gründach-Zertifizierung. Die Branche entwickelt sich weiter.
Tägliche Sicherheits-Checkliste für Dacharbeiten
- Absturzsicherung (Auffanggurt + Verbindungsmittel) angelegt und geprüft
- Gerüst auf Standsicherheit und Vollständigkeit kontrolliert
- Wetterbericht gecheckt – keine Sturmwarnung ab Bft 6
- Dachfläche auf Glätte und Nässe beurteilt
- Erste-Hilfe-Kasten und Rettungsweg zugänglich
- Unterweisung des Teams zu heutiger Tätigkeit durchgeführt
- Material gesichert – lose Teile gegen Windsog befestigt
- Brandschutz bei Schweißarbeiten: Feuerlöscher bereit, Brandwache eingeteilt
Praxis- und Sicherheitswissen der GenXtreme-Redaktion; im Zweifel aktuelle Normfassung (DIN/Beuth) prüfen.



















